Fotografieren im Winter (in Norddeutschland)

Ich habe mich in diesem Winter unglaublich schwer getan, hinauszugehen und Fotos zu machen. Leider ist der Winter in Norddeutschland schon seit Jahren eigentlich gar kein richtiger Winter mehr. Jedenfalls nicht so mit Schnee und Eis. Wir haben jetzt Anfang März und vielleicht kommen ja noch ein paar wirklich kalte und winterliche Tage. Aber im Moment sieht es nicht so aus und damit war die nun vergehende Jahreszeit eine ziemlich zusammenhängende Aneinanderreihung von schmuddeligen, verregneten und grauen Tagen.

Regentag
Regentag

Was will man denn da fotografieren? Also gut – nicht runterziehen lassen, die Kamera geschnappt und rausgegangen! Leider viel zu selten. Aber immerhin, ein paar Bilder sind dann doch entstanden. Es sind schlichte Bilder geworden, entsprechend zur Stimmung in dieser Jahreszeit.

So sind es dann auch alles Schwarzweiß-Aufnahmen geworden, die den tristen Eindruck nebliger norddeutscher Wintertage unterstreichen.

Und doch finde ich, dass auch an solchen Tagen die Natur Ihre ganz eigene Schönheit hat. Wenn man sich nur darauf einlässt, auch bei Spaziergängen an solchen Tagen auch einmal stehen zu bleiben und die Details der Natur in sich aufzunehmen. Abstrakte Formen, bizarre Silhouetten, schroffe Strukturen – all das gehört zur Natur und wird gerade in der kalten Jahreszeit sichtbar, wenn es nicht überdeckt wird vom Grün der Blätter und den Farben der Blüten, vom Orange der Sonnenuntergänge. Und so hoffe ich, dass der geneigte Betrachter hier nicht nur Tristesse sieht, sondern auch die Schönheit, die in dieser Jahreszeit liegt.

Birkenzweige
Birkenzweige
Dornen
Dornen
Schilf
Schilf
Farn
Farn
Rinde
Rinde

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